Liebesbetrug erkennen
Bei treffdirekt kostet nichts etwas. Wenn bei einer Bekanntschaft von hier Geld ins Spiel kommt, ist das deshalb immer ein Warnsignal. Eine bekannte Masche heißt Romance-Scam oder Liebesbetrug: Jemand baut über Wochen eine enge Bindung auf und bittet dann um Geld.
Typische Anzeichen
- Sehr schnell große Gefühle und viele Komplimente, bald ist von Liebe oder einer gemeinsamen Zukunft die Rede.
- Die Person möchte rasch in einen anderen Messenger oder zur E-Mail wechseln.
- Ein Treffen oder ein Videoanruf scheitert immer wieder an Ausreden.
- Die Lebensgeschichte klingt nach Abenteuer: Einsatz im Ausland, Arbeit auf See, ein großes Erbe oder ein Geschäft, das kurz vor dem Abschluss steht.
- Plötzlich gibt es eine Notlage – Krankenhaus, Zoll, gesperrtes Konto, Flugticket – und nur du kannst helfen.
- Du sollst Geld überweisen, Gutscheinkarten kaufen, Kryptowährung schicken oder Pakete weiterleiten.
Die Regel dazu ist kurz: Schick niemandem Geld, den du nur aus dem Internet kennst. Gib auch keine Bankdaten, Ausweiskopien oder Passwörter heraus. Das gilt auch dann, wenn die Geschichte rührend ist und dir die Person vertraut vorkommt.
Fotos prüfen
Kommen dir die Fotos zu perfekt vor, hilft eine Rückwärts-Bildersuche: Bei den großen Suchmaschinen kannst du ein Bild hochladen und sehen, ob es schon anderswo auftaucht – etwa unter einem anderen Namen oder auf der Seite eines Models. Das ist kein Beweis, aber ein guter Hinweis.
Andere Maschen
- Links zu angeblichen Profilen oder Fotos, für die du dich anderswo anmelden oder bezahlen sollst.
- Geldanlage-Tipps: Jemand schwärmt von Gewinnen mit Kryptowährung und will dir eine App oder Plattform zeigen.
- Erpressung mit Fotos: Jemand drängt auf intime Bilder und droht später, sie zu verbreiten. Schick solche Bilder nicht. Ist es schon passiert: nichts zahlen, Nachrichten sichern, Hilfe holen und Anzeige erstatten.
Schon Geld überwiesen? Das kannst du jetzt tun
Es passiert auch klugen, vorsichtigen Menschen. Schäm dich nicht, sondern handle schnell:
- Zahl nichts mehr. Auch nicht für eine angebliche letzte Gebühr oder für jemanden, der verspricht, dir dein Geld zurückzuholen – das ist oft die nächste Masche.
- Ruf sofort deine Bank an. Manchmal lässt sich eine Überweisung noch stoppen. Hast du Kartendaten oder Zugangsdaten zum Online-Banking herausgegeben, lass sie sofort sperren – Bankkarten zum Beispiel über den Sperr-Notruf 116 116.
- Sichere Beweise. Mach Screenshots von Nachrichten, Profil und Fotos und heb Überweisungsbelege und Kontonummern auf.
- Erstatte Anzeige bei jeder Polizeidienststelle oder über die Onlinewache der Polizei deines Bundeslandes.
- Melde die Person im Chat über „Melden“ oder per E-Mail an kontakt@treffdirekt.de, damit sie niemand anderen mehr anschreibt.
- Hol dir Unterstützung. Sprich mit jemandem, dem du vertraust. Beim Opfer-Telefon des Weißen Rings bekommst du unter 116 006 kostenlos und anonym Hilfe.
Das erste Treffen sicher planen
Ein erstes Treffen ist aufregend genug. Diese Punkte nehmen den Druck heraus:
- Öffentlicher Ort, tagsüber. Ein Café, ein Spaziergang im Park, ein Markt – irgendwo, wo andere Menschen sind.
- Selbst hin, selbst zurück. Komm mit eigenem Rad, Auto, Bus oder Bahn. So kannst du jederzeit gehen.
- Jemandem Bescheid geben. Sag einer Freundin, einem Freund oder deiner Familie, wo du bist, mit wem und wann du dich wieder meldest.
- Kurz planen. Ein Kaffee dauert eine Stunde. Wenn es gut läuft, könnt ihr verlängern.
- Auf dein Bauchgefühl hören. Sieht die Person ganz anders aus als auf den Fotos, wird sie aufdringlich oder fühlt sich etwas falsch an, darfst du das Treffen beenden. Du musst dich nicht erklären.
- Nicht gleich nach Hause. Lade jemanden, den du gerade erst kennenlernst, beim ersten Treffen nicht zu dir ein und geh nicht mit zu ihm oder ihr.
- Mit klarem Kopf. Trink nur so viel, dass du jederzeit sicher nach Hause kommst, und lass dein Getränk nicht unbeaufsichtigt.
Deine Daten schützen
- Nickname ohne Klarnamen. Dein Nickname muss nichts über dich verraten.
- Persönliches erst später. Nachname, Adresse, Arbeitgeber und Telefonnummer behältst du für dich, bis du jemanden kennst und ihm vertraust.
- Fotos mit Bedacht. Lade nur Fotos hoch, die du auch Fremden zeigen würdest. Achte auf den Hintergrund: Hausnummer, Autokennzeichen oder Firmenschild verraten mehr, als man denkt.
- Eigenes Passwort. Nutze für treffdirekt ein Passwort, das du nirgendwo sonst verwendest.
treffdirekt hilft dabei: Deine Postleitzahl sieht niemand – andere sehen nur deinen Ort und eine gerundete Entfernung. Steckbriefe erscheinen nicht in Suchmaschinen, und Gäste sehen nur einen Teil deines Steckbriefs. Was wir speichern, steht in der Datenschutzerklärung.
Melden und Ignorieren
Wird dir jemand unangenehm, musst du das nicht aushalten. Klick im Chat auf den Namen:
- Ignorieren: Danach siehst du von dieser Person nichts mehr.
- Melden: Damit gibst du den Moderatoren Bescheid. Schreib kurz dazu, was passiert ist. Die Moderatoren können verwarnen, stummschalten und Konten sperren.
Melde vor allem Bitten um Geld, Belästigung, sexuelle Anmache gegenüber Jüngeren und Werbung. Welche Regeln gelten, steht unter Regeln. Neben Menschen sind im Chat auch automatisierte Gesprächspartner (Chat-Bots) unterwegs – gib deshalb grundsätzlich niemandem im Chat sensible Daten.
Hier gibt es Hilfe
- Im Notfall: Polizei 110.
- Betrug anzeigen: bei jeder Polizeidienststelle oder über die Onlinewache der Polizei deines Bundeslandes. Informationen zu Betrugsmaschen gibt es bei polizei-beratung.de.
- Bankkarten sperren: Sperr-Notruf 116 116.
- Opfer-Telefon des Weißen Rings: 116 006, kostenlos und anonym.
- Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 116 016, rund um die Uhr.
- Für Jugendliche: Nummer gegen Kummer 116 111 und die Online-Beratung von juuuport.de.
Mehr für junge Leute steht unter Dating ab 16, für Ältere unter Partnersuche ab 50 und Partnersuche ab 60.